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“Riesenrenner in den USA”: Dieter Nuhr setzt sich mit platter Buch-Kritik voll in die Nesseln

3 Minuten lesezeit

In seiner gestrigen ARD-Sendung sprach Comedian Dieter Nuhr in einem längeren Monolog über Donald Trump, die unterschiedliche Wahrnehmung von Realität und kam schließlich auf das Buch “Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten” der Autorin Alice Hasters zu sprechen. Seine Aussagen über Buch und Autorin zeugten allerdings von einer fragwürdigen Haltung, die Nuhr ja schon seit längerem vorgeworfen wird, sowie einem gewissen Mangel an Faktentreue, auf die man auch in einer Unterhaltungsshow nicht verzichten sollte.

 
Was Nuhr über den Erfolg und den Inhalt des Buches erzählt, würden manche als alternative Fakten bezeichnen. Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt übrigens das Phänomen, dass je unwissender eine Person ist, desto überzeugter ist sie davon, Ahnung von einem bestimmten Thema zu haben.

 
Alice Hasters stammt aus Köln, ihr Buch erschien 2019 beim Hansa Verlag. Anders als Nuhr behauptet, unterstellt sie auch nicht allen Weißen, Rassisten zu sein, sondern macht viel mehr darauf aufmerksam, dass sich viele Weiße keine Vorstellungen von der Dimension des Rassismus machen, da sie Rassismus nie erfahren haben. Der angebliche Erfolg in den USA war selbst der Autorin neu.

 
Schlampig recherchiert? Glaubt Nuhr, eine schwarze Frau mit englisch klingendem Namen muss eine Amerikanerin sein und ihr Buch eine deutsche Übersetzung? Wenn dem so ist, legt er genau das Verhalten an den Tag, über das Hasters schreibt.


Vielen Dank an alle für die Posts.

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Dieter Nuhr Rassismus

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