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Bei Männern kein Problem: User kritisieren, wie Frauen wegen Alter und Geschlecht diffamiert werden

3 Minuten lesezeit

Wer als Person des öffentlichen Lebens seine (politische) Meinung in den sozialen Netzwerken kundtut, kann leider schnell Opfer von Shitstorms und Hatespeech werden. Aber im Gegensatz zu Männern werden Frauen dabei oft sexistisch angegriffen. Und auch außerhalb des Internets fällt Gleichberechtigung nach wie vor schwer, weil noch immer zahlreiche Klischees in den Köpfen stecken. So werden Frauen aufgrund ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Mutterschaft oder ihrer Kleidung in Frage gestellt, kritisiert oder angegriffen – wohingegen sich Männer so gut wie nie auf solchen Ebenen rechtfertigen und verteidigen müssen.

 
Über diese Doppelmoral machte sich Twitter-User @bayernrocker in einem vielgeteilten Thread Gedanken, führte dabei einige Beispiele an und sah das Problem ganz klar auf Seiten unbelehrbarer Herren.

 
Als Klimaktivistin Luisa Neubauer am vergangenen Sonntag bei Anne Will Kanzlerkandidat Armin Laschet argumentativ gehörig unter Druck setzte, gingen ihre Kritiker weniger auf das Gesagte ein, sondern diffamierten sie viel mehr bezüglich ihres Alters und Geschlechts.

 
Der nur drei Jahre ältere Philipp Amthor hingegen, der sich nachweislich der Korruption schuldig gemacht hat, muss sich derartige Diffamierungen kaum gefallen lassen.

 
Auch als Grünen-Politikerin Annalena Baerbock vergangenen Monat ihre Kanzlerkandidatur verkündete, wurde auffällig oft ihr Alter thematisiert, was bei vergleichbaren männlichen Kandidaten so nicht der Fall war.

 
Neben dem Alter wurde ihre Eignung für das Kanzleramt zudem mit ihrem Familienleben in Zusammenhang gebracht. Ein Aspekt, der beispielsweise bei Laschet offensichtlich keine Rolle spielt.

 
Und Männer, die zum Beispiel einen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur ihrer Partei austragen, agieren dabei stets rational und lassen sich nicht von ihren Emotionen leiten?

 

 


Vielen Dank an alle für die Posts.

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