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Witzig oder verhöhnend? Corona-Spot der Bundesregierung stößt auf geteiltes Echo

4 Minuten lesezeit

Eigentlich könnte es so einfach sein: Zuhause bleiben! Falls Homeoffice nicht möglich ist, wenigstens zur Arbeit fahren, ansonsten sämtliche Freizeitaktivitäten auf die eigenen vier Wände beschränken und Freunde nur noch im Videocall treffen. Neben dem Tragen einer Maske ist das das simpelste, was jeder von uns tun kann, damit sich Corona nicht weiter ausbreitet. Aber vielen fällt die Decke auf den Kopf oder sie glauben, ihnen könnte nichts passieren. Um vor allem jüngere Menschen ins Gewissen zu reden, hat die Bundesregierung nun eine Kampagne mit dem Titel #BesondereHelden gestartet, die allerdings auf ein geteiltes Echo stößt.

 
In den Spots erzählen sozusagen Veteranen der zweiten Welle rückblickend, wie sie damals, im Winter 2020, mit Anfang 20 zu Helden wurden, weil sie einfach zuhause blieben und nichts taten.

 
Die Kampagne sorgte direkt für viel Aufmerksamkeit, als Regierungssprecher Steffen Seibert einen der drei Clips auf seinem Twitter-Account teilte.

 
Hinter der Kampagne steckt übrigens Florida Entertainment, das die Formate von Joko und Klaas produziert.

 
Werden hier nicht tatsächliche Kriegserfahrungen verharmlost? Verhöhnt man damit nicht arbeitende Menschen, die nicht zuhause bleiben können, gestresste Alleinerziehende, für die Langeweile ein Fremdwort ist, oder Soloselbstständige in Existenznot? Hätte man mit dem Geld nicht was sinnvolleres machen können?

 
Vielen wussten die satirische Note aber zu würdigen und dass es durchaus gelungen ist, damit eine ganz bestimmte Zielgruppe anzusprechen.


Vielen Dank an alle für die Posts.

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bundesregierung Corona Kampagne

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