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Friedrich Merz äußerst sich abfällig übers Gendern und erntet dafür reichlich Kritik

3 Minuten lesezeit

Das Thema Gendern wird derzeit hitzig und mitunter hochemotional diskutiert. Für Befürworter ist Gendern im Sinne der Gleichberechtigung eine Selbstverständlichkeit. Und während an der Notwendigkeit von Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern oder Akzeptanz von LGBTQI*-Person kein Zweifel besteht, gibt es dennoch gerechtfertigte Kritik am Gendern – beispielsweise die fehlenden verbindlichen Rechtschreibregeln oder dass nicht die Sprache geändert werden sollte, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse, die noch immer stark patriarchalisch geprägt sind.

 
Aber neben gerechtfertigter Kritik, gibt es auch jene konservativen und reaktionären Strömungen, denen jegliche Veränderung – egal ob rein sprachlich oder gesellschaftspolitisch – zuwider ist. Friedrich Merz brachte solch eine Haltung am Wochenende zum Ausdruck.

 
Bei seinem Klientel fand er dafür viel Zuspruch. Andere kritisierten ihn.

 
Vielen war die populistische Absicht deutlich zu plump.

https://twitter.com/Gedankenbalsam/status/1383372472175583232

 
Für eine sachliche Auseinandersetzung war Merz bzw. sein Team offensichtlich nicht zu haben.

https://twitter.com/tejwo/status/1383363051345256448

 
Warum macht Merz überhaupt solch ein Fass auf? Gibt es derzeit keine drängenderen Probleme?

 
Autorin Nele Pollatschek, die das Gendern u.a. im Tagesspiegel kritisierte, zeigt sich selbstironisch.

 
Dass man sich auch deutlich differenzierter mit der Thematik auseinandersetzen kann, zeigen neben Pollatschek auch andere Beispiele wie dieser Kommentar aus dem ARD Mittagsmagazin, der im März für einiges Aufsehen sorgte.

 
Geschlechtsforscherin Patsy L’Amour LaLove argumentiert, dass es sich nicht allein in der Grammatik ausdrückt, ob man ein toleranter Mensch ist oder nicht.

 
Wissenschaftsjournalstin Mai Thi Nguyen-Kim hatte sich bereits 2018 mit dem Thema auseinandergesetzt. Damals verwies sie auf den Zusammenhang von Sprache und Wahrnehmung und plädierte eher für eine stärkere mediale Repräsentanz von Frauen in typischen Männerdomänen.

 


Vielen Dank an alle für die Posts.

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Friedrich Merz Gendern


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