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Reddit bringt Hedgefonds in Nöte: User erklären, was hinter dem Wahnsinn mit der GameStop-Aktie steckt

3 Minuten lesezeit

An der Börse geht es schon lange nicht mehr um bloßes Kaufen und Verkaufen, Angebot und Nachfrage. Spätestens seit der Finanzkrise 2008 wird den Finanzmärkten vorgeworfen, eher ein Casino zu sein und Glücksspiel zu betreiben. Der Hedgefonds Melvin Capital scheint sich dabei nun verzockt zu haben: Melvin Capital wettete im großen Umfang auf fallende Kurse des schon seit Jahren kriselnden Spiele-Händlers GameStop. Doch die Reddit-Community auf r/wallstreetbets bekam davon Wind, schloss sich zusammen und kaufte massenhaft GameStop-Aktien, was den Kurs in die Höhe trieb und den Hedgefonds in arge Bedrängnis bringt, was in den vergangenen Tagen für reichlich Schlagzeilen sorgte.

 
Je nach dem könnte Melvin Capital sogar pleite gehen. Aber was genau läuft da eigentlich ab? In einem Beitrag auf r/de sowie in diesem Twitter-Thread teilten User ihr Wissen und erklärten den Sachverhalt.

 
Social Media gegen Finanzwelt: r/wallstreetbets ist kein Clubhouse; wie auf Reddit üblich, werden hier eher Memes geteilt und über mal mehr und mal weniger ernste Themen gesprochen. Doch wie man sieht, kann sich daraus auch mehr ergeben.

 
Leerverkäufe sind eines dieser merkwürdigen Mechanismen der Finanzmärkte. Melvin Capital geht davon aus, dass die GameStop-Aktie fallen wird und möchte sie daher vorher verkaufen. Der Hedgefonds besitz aber keine GameStop-Aktien, weswegen er sie sich zuvor von jemand anderem ausleiht.

 
Im Idealfall verkauft der Hedgfonds die geliehene Aktie zu dem noch hohen Preis und kauft sie nach dem Kursfall billig zurück, um sie dem eigentlichen Besitzer zurückzugeben. Nun wird der Hedgefonds die Aktien aber wohl zu einem deutlich höheren Preis zurückkaufen müssen als zu dem Zeitpunkt, als er sie nach der Leihe verkauft hat.

 
Melvin Capital konnte sich soweit über Wasser halten, aber die Reddit-User bleiben am Ball.

 
Kleinanleger, die sich in einer Online-Community zusammenrotten, um den Finanzprofis eins auszuwischen; absurde Geschäfte mit Dingen, die man sich vorher ausleihen muss: Vor allem in den USA bietet das mehr als genug Stoff für reichlich Spott.

 
Im deutschsprachigen Raum schlägt die Geschichte nicht ganz so hohe Wellen, aber ganz umkommentiert bleibt es nicht – teilweise mit klaren Formulierungen.

 


Vielen Dank an alle für die Posts.

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