Falsche Bescheidenheit: Olaf Scholz erntet heftige Kritik für Aussage über sein Einkommen

Das Durchschnittsgehalt in Deutschland liegt bei ca. 3.000 Euro brutto im Monat. Als Alleinstehender zählt man mit einem Netto-Einkommen von etwas über 3.800 Euro pro Monat zu den reichsten sieben Prozent in diesem Land. Spitzenverdiener ist man ab einem Verdienst von 15.000 Euro monatlich. Vizekanzler, Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist solch ein Spitzenverdiener. Bereits ohne Zuschläge verdient er mehr als 15.000 Euro monatlich.

Dennoch betrachtet sich Scholz nicht als reich. „Ich verdiene ganz gut, als reich würde ich mich nicht empfinden“, sagte er vergangenen Sonntag in einem Fernsehinterview. Diese Aussage sorgte allgemein für Unverständnis und bescherte ihm in den letzten Tagen einiges an Kritik.

 

Die Relativierung seines Reichtums würde zeigen, dass er ausgerechnet als Finanzminister kein Verständnis für die finanzielle Lage von weiten Teilen der Bevölkerung hätte, so die darauffolgenden Vorwürfe.

 

In einem Tweet äußerste sich Scholz nun selbst zu den Vorwürfen, bekräftigte aber nochmals, lediglich ein „Sehrgut-Verdiener“ zu sein.

 

Die Wogen konnte er mit seiner erneuten Aussage aber offensichtlich nicht glätten.

 

Scholz‘ Vorschlag, Spitzenverdiener höher zu besteuern – wovon auch er selbst betroffen wäre, wie er zu gibt -, löste daneben eine kleine Steuerdebatte aus, an der sich sogar Parteigenossin Saskia Essen beteiligte.

 

Eine Studie der Universität Hannover von 2016 kam übrigens zu dem Schluss, dass sich Topverdiener eher im Mittelfeld der Einkommensskala verorten. Reich seien demnach immer nur die anderen.

 

Dass es Olaf Scholz nicht gelungen ist, die Diskussion über sein Selbstverständnis zu beschwichtigen, zeigt sich auch daran, dass sich die nach dem Fernsehinterview gemachten Kommentare kaum von den aktuellen unterscheiden.


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