Partyvolk sensibilisieren: Corona-Video von Farid Bang sorgt für Aufregung

Corona ist noch nicht vorbei. Nach wie vor sollte man eine Maske tragen und Abstand halten. Nur leider sind dem immer mehr Menschen überdrüssig. Deswegen wollte der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel vor allem junge Menschen, die gerne wieder feiern gehen würden, mit einer Videokampagne daran erinnern, die Corona-Maßnahmen weiterhin zu beachten.

An sich keine schlechte Idee, doch nun hagelt es Kritik, dass sich Geisel für den umstrittenen Rapper Farid Bang als Botschafter entschieden hat. Farid Bang sei sexistisch, homophob und antisemitisch, sagen die Kritiker. Er sei ein Vorbild und würde viele junge Menschen erreichen, begründet SPD-Politiker Geisel seine Entscheidung.

 

In dem 41-Sekunden-Clip ermahnt Farid Bang die Düsseldorfer, sich weiterhin an die Corona-Regeln zu halten.

 

Vor allem die nordrhein-westfälische Antisemitismusbeauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kritisierte Geisels Entscheidung und postete ein von Farid Bang geteiltes Bild einer verprügelten Frau, um seinen frauenfeindlichen Humor zu illustrieren.

 

Viele teilen die Kritik.

 

 

Andere verteidigen Farid Bang und geben zu bedenken, dass er eine Kunstfigur sei und dass seine Aussagen keine Rückschlüsse auf den Mann hinter der Maske Farid Bang erlauben.

https://twitter.com/1fach_nur_Ramoc/status/1285967097655447552

 

Vielleicht hätte Thomas Geisel einfach jemanden nehmen sollen, der nicht derart umstritten ist.

 
In einem längerem Statement auf Facebook rechtfertigte Thomas Geisel seine Entscheidung nochmals. Da er aber davon spricht, dass es „nicht nur um ein Infektionsproblem“ gehe, sondern „vielmehr um das Problem offensichtlich nicht gelungener Integration von jungen Männern überwiegend nordafrikanischer Herkunft“, darf bezweifelt werden, ob der damit tatsächlich die Wogen glättet.

Danke an alle für die Posts.

Keine Influencer! Kein Foodporn! Nur ganz viel Spaß – bei uns auf Instagram:

Die mobile Version verlassen