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Netflix-Comedian Enissa Amani gegen den Rest der Welt: Der Shitstorm auf allen Plattformen im chronologischen Verlauf

Enissa Amani ist die erste Frau mit einer Netflix-Show aus/in Deutschland. Seit 2013 macht sie Stand-Up Comedy und ist damit sehr erfolgreich. Außerdem kämpft sie öffentlich gegen die Neger- und Albaneraussagen des AfD-Politikers Andreas Winhart und wird dafür geliebt.

1. Dann war sie bei den Influencer-Awards und Journalistin Anja Rützel schrieb bei Spiegel Online dazu diesen Text:

Quelle

2. Das fand Amani nicht lustig und kritisierte die Kritikerin auf Social Media.

3. Der Unterschied zwischen beiden Autorinnen ist der, dass Amani sehr viele Fans auf Instagram hat und Rützel Freunde auf Twitter.

4. Anja Rützel stellte ihren Instagram-Account dann auf privat und Amani bleibt sauer.

5. Dann findet AfDler Andreas Winhart den Artikel und sieht seine Chance: „Verlass doch das Land!“

6. Amani hört das sicherlich nicht zum ersten Mal, aber das muss schon wehtun.

7. Auf Facebook kommt es zur direkten Konfrontation. Wohlbemerkt: An dieser Stelle hätte die Unterhaltung auch aufhören können.

8. Tut es aber nicht. In Amanis Instatory geht es weiter.

Quelle

9. Wieso besteht sie auf die Entschuldigung? Twitter stellt sich fast komplett auf Rützels Seite.

10. Das findet Amani alles befremdlich.




Quelle

11. Nun: Journalisten sehen alles eben neutral. Rützel und andere sind keine Rassisten.

12. Allerdings ist Anja Rützel ist mit dem Beitrag selbst Komikerin. Es ist kein objektiver Beitrag. Bei dem Streit geht es also darum, wer jetzt witziger ist. Und beide Seiten haben ihre jeweilige Follower und Ingroup wissentlich aktiviert, nur auf verschiedenen Kanälen.

13. Aus der Perspektive lesen sich diese Tweets vermutlich anders.

14. Komiker Ralph Ruthe führt hier vor, wie Sprache und Witz ganz schnell abdriften können.

15. Wer Macht und Follower hat, sollte das nicht auf Kosten anderer ausnutzen. Nicht Politiker, nicht Comedians, nicht Journalisten. Aber was ist schon ein digitaler Shitstorm gegen echte Diskriminierung? War es wirklich so wichtig, „witziger“ zu sein?

16. Fakt ist: Nur eine von beiden hat keine Partei im Bundestag, die sie des Landes verweisen will. Eine von beiden zahlt keine von der Justiz auferlegten Strafen, weil sie von jener Partei für ihren Kampf gegen deren Rassismus quasi dazu aufgefordert werden kann. Eine von beiden hat gebildete, offiziell als witzig anerkannte Follower. Eine von beiden gehört nicht zu einer Minderheit.

Lenkt sich von Schlafproblemen mit Social Media ab. Nach einer Kindheit in Berlin, einem Abschluss…


Enissa Amani shitstorm spiegel online

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