Flers Auseinandersetzung mit RTL und Shahak Shapira ist ein riesiger Social Media Zirkus

Am Wochenende startete die Initiative #unhatewomen der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes. In dem 75 Sekunden Video wird auf die Glorifizierung von frauenverachtender Sprache deutscher Rapper in ihren Songs aufmerksam gemacht – und in weiterer Folge auf die Normaliserung der Sprache im Alltag. Fler fühlte sich dadurch angegriffen und setzte ein Kopfgeld gegen eine junge Frau aus, die die Kampagne auf ihrem Instagram Account teilte. Später bedroht er Comedian Shahak Shapira per Privatnachricht, da er die Story der jungen Frau auf Twitter publik machte. Dann ging alles ziemlich schnell. 16Bars schießt gegen Shapira. Shitstorm. Fler pöbelt währenddessen munter weiter. RTL spricht Fler auf den Streit an. Fler schlägt RTL Kameramann. Es ist alles sehr verzwickt und verwirrend. Wir haben versucht die Story möglichst chronologisch für euch zu rekonstruieren. Lets go:

 

„Baller der Alten die Drogen ins Glas, Hauptsache Joe hat seinen Spaß“. – Das Video, das den Stein ins Rollen brachte.

„Gewalt kann auch durch Worte ausgeübt werden“, so Christa von Terre des Femmes. Auch wirft sich gleichzeitig die Frau auf, ob Rap noch als Kunstform angesehen werden kann, wenn Frauenhass und Gewalt als Hauptmotiv dienen.

 

Eine Frau teilte das Video auf Instagram und markierte mehrere Rapper. Fler meldete sich bei ihr per Privatnachricht.


Per DM drohte er der jungen Frau „mal Täter gegen sie werden zu können“.

 

An dieser Stelle kommt Shahak Shapira ins Spiel. Der Comedian positioniert sich gegen Fler und erhält eine Sprachnachricht, in der Fler ihm körperliche Gewalt androht.

„Ich schwöre dir bei Gott und wenn es mir richtig Probleme macht, und wenn ich dafür in den Knast gehe, du Hurensohn, ich werde deine Mutter ficken. Ich werde vor dir stehen und deine deine Nase brechen, du Bastard. Ich werde dir so lange auf dein Gesicht hauen, dass du nie wieder reden kannst. Du Nuttensohn“.

 

Nun schaltet sich auch die Berliner Polizei ein – mit mäßigem Erfolg.

 

Fler postet derweil das Profil der Frau in seine Story und setzt ein Kopfgeld auf sie aus.


„2000 € wer mir die Nutte ranbringt“

 

Auch weitere Frauen bedroht er per DM, Shapira macht die Unterhaltungen öffentlich.

 

Fler blockiert darauf hin Shapira.

 

Dieser betont auch, nicht per se gegen die Deutschrap Szene zu kämpfen, sondern spezifisch auf Flers misogynes Verhalten aufmerksam machen zu wollen.

 

16Bars veröffentlicht einen Artikel und tritt mit diesem einen Shitstorm gegen Shapira los.

16Bars kritisiert Shapira für mediale Selbstinszinierung unter dem Deckmantel des Wohltätertums. Den Diksurs über die eigentliche Problematik („Frauenhass im Rap“) halten sie für dennoch für wichtig und berechtigt.

 

Umgekehrt stellt Shapira die Objektivtät des Mediums in Frage, da diese im gleichen Atemzug Flers Album bewerbe.

 

Youtuber Rezo zeigt sich solidarisch mit der jungen Frau und Shapira. Fler reagiert

 

Shapira bekommt Shitsorm. Fler Promo für sein Album.

 

Kommt Ihr noch mit? Ok. Fler postet dieses Statement auf Twitter. Er sieht sich als Opfer.

 

Als ein Reporterteam von RTL am Montag den Rapper auf den Streit zwischen ihm und Shapira anspricht, geht dieser auf  Kamera- und Tonmann los.

 

Auf Instagram schildert Fler seine Seite des Tatherganges, das Team von RTL habe ihn bedrängt, obwohl er mehrmals verbal zu verstehen gegeben habe, dass er kein Interview führen möchte.


 

Weiter äußert sich dieser dazu auf Twitter.

 

Gegen RTL möchte er gerichtlich vorgehen.

 

Sido kritisiert die Vorgehensweise von RTL in seiner Story.


„Also jetzt mal ohne Spaß, Leute, ihr lieben Journalisten: Bevor ihr losfahrt zu jemandem mit einer Kamera und einem Mikrofon, weil ihr ein Statement von jemandem haben möchtet: Denkt ihr dann kurz nach, wen ihr dann da trefft und wie das laufen könnte?“, so Sido in seiner Instgram Story.

 

Auch weitere Rapper schalten sich ein, um die Mechanismen von Boulevardzeitungen in Frage zu stellen.

 

Fler setzt inzwischen das nächste Kopfgeld aus. Diesmal auf den Kameramann.

Fortsetzung folgt 🙂

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